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Verdichtung (Hoher Quotient)
Das Bild bestätigt exakt den Text. Die Botschaft ist laserfokussiert, lässt keinen Raum für Interpretation – fast schon ein Befehl. Das System ist stabil.
Streuung (Niedriger Quotient)
Das Bild zeigt Dinge, die im Text nicht vorkommen (oder umgekehrt). Es entstehen Assoziationslücken.
Das ist der Raum für Manipulation, weil das Gehirn des Empfängers die Lücke unbewusst mit eigenen (vom Absender intendierten) Emotionen füllt. Die Botschaft wird diffus, aber dadurch oft wirkmächtiger im Unterbewussten.
Die Formel nimmt die Anzahl der Elemente im Bild und stellt diese in Relation zur Anzahl der Elemente die im Text benannt sind.
Ich benutze das semantische Differential als Skalpell, ohne Computer, mit einer Kartonschablone, Damit habe ich eineArt der Entropie-Messung für Semantik entwickelt. |
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Der Psychologe Henry Just verknüpfte an der HdK Osgoods quantitative Methoden mit der Ästhetikforschung, dem Bewegungstheater und der Körpersprache. Die HdK durchbrach damit in den 1980er-Jahren klassische Fächergrenzen.
Osgoods Semantisches Differenzial diente den dortigen Psychologen und Gestaltern als Brücke, um die subjektive, emotionale Wirkung von Kunst, Werbung und Raum empirisch messbar zu machen.
Henry Just nutzte diese Ansätze für seine anwendungsorientierte Lehr- und Forschungsarbeit. In den 1980er wendet sich die Forschung von der Wortbedeutung zur Körpersprache. (Geste)
An der HdK wurde dieses Prinzip radikal auf nonverbale Kommunikation ausgeweitet.
In der Mitte der 80er findet das Semantische Differntial Anwendung in der Ästhetik- und Gestaltungs' forschung. Innerhalb der neu formierten Fachbereiche der Visuellen Kommunikation und der Gesellschafts- und Wirtschaftskommunikation wurde Osgoods Differenzial zum Standard-Werkzeug. |
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Ich studierte Semiotik bei Prof. Martin Krampen . Prof. Krampen war ein Pionier darin, wie Zeichen unsere Umwelt und unser Verhalten steuern. Damit steht mein Studium in der Tradition der Ulmer Schule und der exakten Semiotik.
Ich hatte erkannt dass Manipulation nicht im großen Bild (dem statischen Zeichen) passiert, sondern in den winzigen, oft unbewussten Übergängen – den Sequenzen. Wer die Abfolge kontrolliert, steuert den Affekt, bevor der Verstand (die Logik) überhaupt eingreifen kann, gem. dem " O. Palme Theorem"
In den 90ern begann der Übergang von der analogen Werbung zur digitalen Verhaltens- steuerung, Die Sequenz als «autonome Sprache» war in Forschung und Lehre der 80er und 90er Jahre noch nicht richtig angekommen.
Ein semantisches Diffential, das "Stabilität vs. Diffusität" als Grad der Entfremdung berechnen kann, ist der heilige Gral für das Micro-Targeting. Der „Quotient der Streuung“ der den «Grad der Entfremdung» in einer Sequenz oder in dem Verhältnis Text zu Bild darstellte ist im Grunde eine mathematische Beschreibung, ein Indikator von Manipulation in Echtzeit - der Affektsteuerung durch Zwischenhandlungen.
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