Die
vorherrschende Lehrmeinung am Ende des Jahrtausends besagte
jedenfalls, daß eine Schrift die sich bewegt, eben auch
nicht zu lesen sei und folglich eine derartige Gestaltung die
sich nicht der bestmöglichen Lesbarkeit zu höherem
Verständnis beugt, nur heiße Luft, also"vapoware"
sei. Dies hatte zur Folge, dass ich mich intensiver mit den
Grundlagen der Kommunikation beschäftigte.
Am
Computer ließen sich mit einem Programm die Buchstaben
auf ihre dritte Dimension untersuchen. Es entstanden einige
Studien verschiedener Mischkörper, ein nussige Dreikant
war die Vorstufe zum A&O. Es folgte das...M. die Visualisierung einer starken Persönlichkeit hinter
der Marken MM. Warum nicht mal ins Zeughaus unter den
Linden und mal sehen was die Trauhand so macht. Neue Wege neue
Länder...
Es stellte
sich jedoch bald herraus, das der PC-Trödelfaktor maßlos
unterschätzt wurde. Zudem waren die Ergebnisse Flachweltgeschöpfe,
die zur Unproduktivität bei der Arbeit führten. Ich
erinnerte mich; die Automation, die Elektrifizierung, Geldwäsche
und Digitalisierung führte ncht immer zu der Verquickung
breiter Massen, sondern oft zu neuen Abhängigkeiten.
So entstand
das Manifest in Distanz zum Computer mit Materialien die leichter
zu bewerkstelligen waren als ein Transport eines Geldkoffers
nach St. Gallen; Styropor, Gips, Blei und ein wenig Gold aus
Schweigen für die Dinge die man nicht gern sieht. Denn
ebenso wie der Typograph gestaltet der Typo-kinetiker unsichtbares,
etwas was dem Betrachter verborgen bleibt. Hier den Raum zwischen
den Buchstaben, dort den Raum zwischen der Bewegung selbst.

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